Schach: 25. Deutsche Betriebssport-Mannschaftsmeisterschaft 2026

 |  Schachmatt

Am Anfang war es nur eine kleine Frage, erinnert sich Peter Ortinau, Spartenleiter Schach, an einen Call mit den Spartenleiter-Kollegen aus DZ BANK, Bundesbank und d-fine. „Was haltet ihr davon, wenn wir gemeinsam die Deutsche Meisterschaft in Frankfurt ausrichten?“ Die Frage zog eine rund neunmonatige Planung nach sich, auch wenn sie beinahe im Keim erstickt worden wäre. Denn die Buchung des Saalbau Gallus als Veranstaltungsort war schlussendlich nur durch die Bereitschaft von DekaSport der Mietübernahme und der gleichzeitigen finanziellen Unterstützung des Turnieres zu gewährleisten. So wurde die Deka zu einem der Hauptsponsoren und parallel zu den typischen Orga-Themen wie Catering, Spielmaterialien, Hotelreservierungen oder Zeitplanung stellte sich die sportliche Frage: Wer spielt eigentlich Schach in der Deka?

Im März organisierten wir ein Turnier mit kurzer Bedenkzeit – ein sogenanntes Blitzturnier - in der LS13, bei dem 22 KollegInnen die Figuren über das Brett fliegen ließen, wovon sich wiederum passend zur Fußball-WM 11 für die anstehende Deutsche Meisterschaft anmeldeten. Damit konnten wir gleich 2 Teams stellen.

Vergangene Woche fand dann von Donnerstag 11.06. bis Sonntag, 14.06.2026 die 25. Deutsche Betriebssport-Mannschaftsmeisterschaft im Schach statt. Der Saalbau Gallus im Frankfurter Gallusviertel erwies sich mit seinem großen, lichtdurchfluteten Saal im ersten Obergeschoss mit Bühne, Empore und separatem Analyseraum als ideales Turnierareal.

In den 4 Tagen wurden 7 Runden mit langen Partien gespielt (70 Minuten für 40 Züge, 15 Minuten für den Rest der Partie und 30 Sekunden Zeitzuschlag pro Zug). Angetreten waren insgesamt 34 Teams mit 187 Spielenden. Unsere erste Mannschaft wollte möglichst ganz oben angreifen, während Team 2 mit gleich 4 SpielerInnen ohne Schach-Wertungszahl eher hinten im Feld zu erwarten war.

Doch direkt für den ersten Tag musste sich mit Sven Telljohann einer unserer stärksten Spieler krank abmelden und so wurde unsere Turnierplanung ordentlich durcheinandergewürfelt. Maxim Li rutschte in die erste Mannschaft auf und Alexander Diehm, der eigentlich gar nicht als Spieler für den Donnerstag vorgesehen war, schwang sich hinters Lenkrad um zumindest in der Nachmittagsrunde eine kampflose Niederlage in Team 2 zu verhindern.

Im Turnierverlauf siegte unsere erste Mannschaft gegen d-fine 2, Deutsche Bahn, Sparkassenversicherung Stuttgart, das Europäische Patentamt und Munich Re und musste sich nur le-tex aus Leipzig knapp geschlagen geben. Mit 10:2 Punkten stand man vor der Schlussrunde nur einen Punkt hinter Tabellenführer und Rekordmeister d-fine 1. Für die Sensation musste somit ein Sieg her, doch leider konnte nur Sven Telljohann seine Partie gewinnen. Patrick Burkhart musste ein Remisangebot seines Gegners, der Internationale Meister Maximilan Meinhardt, ablehnen und ins Risiko gehen um vielleicht doch noch den Mannschaftssieg zu erreichen. Doch leider zahlte sich der Mut dieses Mal nicht aus und er verlor die Partie. Durch das knappe 1,5:2,5 rutschte unsere erste Mannschaft noch auf einen unglücklichen 5. Platz ab. Meister wurde d-fine, gefolgt von le-tex Leipzig und der Sparkassenversicherung Stuttgart.

Unsere zweite Mannschaft spielte ein sehr gutes Turnier. Alle Spielenden gewannen mindestens eine Partie und mit Mannschaftssiegen gegen Commerzbank 2, Bezirksamt Berlin-Tempelhof, die KfW und einem Unentschieden gegen DZ BANK 1 wurde sie am Ende 13., obwohl nur auf Platz 27 gesetzt.  

In Summe können wir mit dem Turnier sehr zufrieden sein: Die Deka hat für die Organisation und finanzielle Unterstützung viel Lob bekommen und unsere vielen Einzelspieler, die sich teils vor Turnierbeginn gar nicht kannten, sind zu echten Teams zusammengewachsen!